Hörbuch-Junkies
Hier gibt's was auf die Ohren

Krieg der Welten (1)

Teil 1 von 3



Hörspiel nach H.G. Wells
Oliver Döring
Sprecher Dietmar Wunder, Peter Groeger, Reinhard Kuhnert, Oliver Stritzel, Hans Bayer, Nico Sablik, Marieke Oeffinger u.a.
1 Audio CD, c. 58 Min.
erschienen bei Folgenreich
ASIN B07CPDVQND

Inhalt
Der epische Science Fiction-Klassiker von H.G. Wells. In einer aufregenden, modernen Inszenierung
Teil 1 von 3

In diesem Hörspiel wird das Spektakel um einen Angriff auf die Menschheit aus dem All zum Kopfkino der Superlative und stellt die Frage: Wie verhält sich der Mensch, wenn die Ordnung zusammenbricht? Im Krieg und in der Hoffnungslosigkeit – angesichts einer außerirdischen Übermacht, die nur ein Ziel zu kennen scheint: Die Bewohner der Erde zu vernichten. Geschrieben von Christian Gailus und unter der Regie von Oliver Döring erwacht der „Krieg der Welten“ zu einem Hörerlebnis, das lange nachwirkt.
Krieg der Welten – Teil 2 ist für Juli und Teil 3 für August 2018 geplant. Bereits erschienen sind in dieser Reihe die Hörspieladaptionen zu“Die Zeitmaschine” in zwei Teilen sowie das Einzelhörspiel “Das Imperium der Ameisen”.

Meinung
Die Hörspiel-Trilogie der aufregenden H. G. Wells-Hörspieladaptionen von Erfolgsproduzent Oliver Döring begann am 29.09.2017 mit der fulminanten akustischen Umsetzung des legendären Wells-Romans Die Zeitmaschine, die in zwei Teilen erschienen ist. Es folgten das Einzelhörspiel Das Imperium Der Ameisen, basierend auf einer Novelle des 1866 geborenen englischen Autors. Nun veröffentlicht das Label Folgenreich am 01.06.2018 einen DER Science Fiction-Klassiker schlechthin, den 1. Teil des Hörspiel-Dreiteilers Krieg Der Welten, den Döring nach Wells‘ gleichnamigem Roman aus dem Jahre 1898 exzellent vertont hat.

Der 01. Januar 1900 läutete ein Jahr bedeutender Ereignisse ein: In Südafrika tobte der Burenkrieg, und in China begann der Boxeraufstand. Europa fühlte sich als „Nabel der Welt“ und schröpfte seine Kolonien. Sigmund Freud veröffentlichte seine Traumdeutung, und Max Planck begründete die Quantenphysik. Am Bodensee startete der erste Zeppelin und gab einen Ausblick auf eine Epoche der Bewegung, deren Technikversessenheit sich in Paris manifestierte, wo die Weltausstellung zu einem Fest des Fortschritts wurde.
In diesen euphorischen Zukunftsoptimismus landen völlig unerwartet monströse Marsianer auf der Erde – und wie der Titel Krieg Der Welten schon erahnen lässt, sind diese nicht gerade freundlich gesonnen – und haben als Nicht-Engländer auch so gar keine Lust auf eine Tasse Tee. Mit übermächtiger Waffentechnologie und geschützt durch unsichtbare Energieschilde greifen die Außerirdischen die damalige Weltmacht Großbritannien an, die mit ihren Pferdegespannen und Kanonen den riesigen dreibeinigen Kampfmaschinen vom roten Planeten nichts entgegenzusetzen hat…

Oliver Döring hat sich erneut von H.G. Wells inspirieren lassen und eine seiner Geschichten in ein famoses Hörspiel umgesetzt. Nachdem mich schon „Die Zeitmaschine“ und „Das Imperium der Ameisen“ absolut begeistert hat, war die Vorfreude auf diesen Science Fiction-Klassiker entsprechend groß. Bisher kannte ich die Geschichte nur aus diversen Verfilmungen, die in ihrer Geschichte deutlich vom Buch abweichen. Das ist hier anders, Döring hält sich deutlich mehr an die Vorlage und schafft damit erneut eine Punktlandung.
Das ganze Hörspiel ist sehr atmosphärisch und fängt die aufgekratzte Stimmung nach der Weltausstellung perfekt ein. Noch in dieser Hochstimmung kehrt Simon zurück und wird mit den Marseruptionen überrascht, die ihn zuerst in Faszination versetzen, kurze Zeit später in Panik. Auch diese langsame aufkeimende Panik wird stimmungsvoll eingefangen und heizt der Geschichte zusätzlich ein. Hier steht der Schrecken im Vordergrund, den der unerwartete Besuch der Marsianer auslöst, trotzdem verliert die Geschichte persönliche Schicksale nicht aus dem Fokus.
Auch der Cut, an dem die Geschichte unterbrochen wird, um im zweiten Teil fortgesetzt zu werden, ist gut gewählt. Dazu kommt ein sehr gutes Timing und Tempo und eine famose Soundkulisse, die das Hörspiel herausragend werden lassen. Hier wird erneut die Dramatik, besonders in den Kampfszenen unterstützt.

Dietmar Wunder in der Rolle des Simon liefert eine starke Leistung ab, die der Rolle Charakter und Leben verleiht. Er spielt großartig und setzt seine markante Stimme perfekt ein, so dass alle Facetten des atmosphärischen Spiels bedient werden. Ein weiteres Highlight ist Peter Groeger, der als Ogilvy zu hören ist, er überträgt die atemlose Spannung, die den Wissenschaftler packt, wunderbar.
In weiteren Rollen sind u.a. Reinhard Kuhnert, Oliver Stritzel, Hans Bayer, Nico Sablik und Marieke Oeffinger zu hören.

Das Cover zeigt den Titel des Hörspiels, der in Schrift und Farbe den bereits erschienenen Folgen angepasst ist, so dass eine Zuordnung zur Serie jederzeit möglich ist. Das eigentliche Bild ist sehr düster und zeigt viele Orange- und Gelbtöne, die das verheerende Feuer zeigen. Flüchtende Menschen, die nur in schwarzen Umrissen zu erkennen sind, verstärken den bedrohlichen Eindruck.
Zu haben ist die CD in einem Jewelcase, das im Inneren die Cast- und Produktionsdaten enthält.

Fazit
Der Name Döring steht für Qualität!
Packende Umsetzung eines Klassikers, der mit viel Spannung und Dynamik überzeugt. Großartige Sprecher und eine hochklassige Produktion bescheren ein außergewöhnliches Hörspiel, das jeder gehört haben sollte.
Volle Punktzahl, unbedingt anhören!



AS für HBJ
Quelle Inhalt und Bild www.gluecksstern-pr.de