Hörbuch-Junkies
Hier gibt's was auf die Ohren

Tausend Teufel


Von Frank Goldammer
Sprecher Heikko Deutschmann
1 MP3 CD, ca. 632 Min.
erschienen bei Der Audio Verlag
ISBN 978-3742401939

Inhalt
Dresden, 1947: Im zweiten Jahr nach Kriegsende gehört die Stadt zur sowjetischen Besatzungszone und ist nach wie vor eine Trümmerwüste. Im klirrend kalten Winter wird das Leben beherrscht von Wohnungsnot, Hunger und Krankheiten. Kriminalinspektor Max Heller wird von der neu gegründeten Volkspolizei an einen Tatort in der Dresdner Neustadt gerufen. Doch bevor er mit den Ermittlungen beginnen kann, wird der tot aufgefundene Rotarmist vom Militär weggeschafft. Zurück bleiben eine gefrorene Blutlache und ein herrenloser Rucksack, in dem Heller eine grauenhafte Entdeckung macht: den abgetrennten Kopf eines Mannes.

Meinung
Dresden, 1947: Im zweiten Jahr nach Kriegsende gehört die Stadt zur sowjetischen Besatzungszone und ist nach wie vor eine Trümmerwüste. Im klirrend kalten Winter wird das Leben beherrscht von Wohnungsnot, Hunger und Krankheiten. Kriminalinspektor Max Heller wird von der neu gegründeten Volkspolizei an einen Tatort in der Dresdner Neustadt gerufen. Doch bevor er mit den Ermittlungen beginnen kann, wird der tot aufgefundene Rotarmist vom Militär weggeschafft. Zurück bleiben eine gefrorene Blutlache und ein herrenloser Rucksack, in dem Heller eine grauenhafte Entdeckung macht: den abgetrennten Kopf eines Mannes.

„Tausend Teufel“ ist nach „Angstmann“ der zweite Band der Reihe. Man sollte auch den ersten gehört haben, um problemlos durch die Handlung zu finden und die komplette Spannung genießen zu können.
Auch dieser Band spielt im Dresden der Nachkriegszeit. Während die Bevölkerung unter der sowjetischen Besatzung leidet, passiert eine Reihe bestialischer Morde. Während ich jederzeit mit der Bevölkerung fühlen konnte und die Schilderung der Geschehnisse in der Stadt mitreißend waren, blieb jedoch die Handlung des eigentlichen Krimis ein wenig auf der Strecke und trotz der grausamen Morde wollte keine richtige Spannung aufkommen. Das Mitfiebern bleibt aus, die Fälle packen den Hörer nicht oder wurden regelrecht tot geschrieben.

Sprecher Heikko Deutschmann zählt zu den renommiertesten Hörbuchsprechern Deutschlands und kann auch in dieser Produktion beweisen, dass es ihm gelingt, mit bloßer Stimmgewalt Atmosphäre zu schaffen. Authentisch überträgt er Emotionen und lässt den Hörer teils erschüttert zurück. Seine Darbietung ist absolut gelungen.

Das Cover zeigt eine Frau mit Tasche, die nur halb im Bild ist. Sie geht über eine Straße mit Kopfsteinpflaster, auf der Schienen zu sehen sind. Die triste Farbgebung wirkt ansprechend und macht neugierig.
Verpackt ist die MP3-CD in einem Digipak aus Pappe. Im Inneren finden sich kurze Informationen zu Autor und Sprecher und die Produktionsdaten.

Fazit
Ordentlicher Krimi, der durchaus seine Reize hat, vorgetragen von einem hervorragenden Sprecher. Die Story hat jedoch einige Schwächen und packt den Hörer nicht wirklich.
Drei von fünf Punkten.


AS für HBJ
Quelle Inhalt und Bild www.der-audio-verlag.de