Hörbuch-Junkies
Hier gibt's was auf die Ohren

Patrick Holtheuer (Audionarchie)




Wir hatten das Vergnügen Patrick Holtheuer, Leiter des Labels Audionarchie, vor der Verleihung des Ohrkanus 2013 zu einem kurzen Interview zu treffen.


Patrick, Du bist Betreiber des Hörspiel-Labels Audionarchie. Wie bist Du zum Hörspielmacher geworden?


Eigentlich bin ich dazu gekommen, wie die Jungfrau zum Kinde, ich musste erst arbeitslos werden, um Hörspielmacher zu werden, ich hatte einen ganz normalen Job im Büro und bin arbeitslos geworden. Nachdem ich ein halbes Jahr lang nach einem neuen Job gesucht habe, habe ich mir überlegt, dass ein Bürojob eigentlich nicht das war, was ich machen wollte und dachte mir, dass ich mein Job Hobby zum Beruf machen sollte. Ich bin eigentlich schon viel länger Teil der Branche und nicht erst seitdem ich arbeitslos geworden bin (lacht). Ich habe unter anderem meine Hörspielhölle jahrelang betrieben.


Du hast Hörspiele in der „Hörspielhölle“ kritisiert und teilweise verrissen. Wie reagieren die Macher der Hörspiele darauf?


Die Seite ging ganz genau am am 18. Juni 2001 online. Ich hatte angekündigt, dass ich unter dem Pseudonym „Captain Blitz“ zusammen mit „Paul Donner“ die Hörspielhölle ins Leben rufen wollte. Es gab dann anonym, unter dubiosen gmx-Adressen, Mails, bei denen sich angeblich Verlage zusammen geschlossen hätten und behaupteten rechtlich gegen uns vorgehen zu wollen, wenn wir diese Seite, die Hörspielhölle tatsächlich an den Start gehen lassen. Darüber haben wir uns dann köstlich amüsiert. Wenn sich irgendwelche Verlage tatsächlich zusammenschließen würden, würden sie es garantiert nicht mit einer gmx-Adresse machen, das wäre doch sehr unseriös.

Natürlich gab es im Vorfeld Kritik, aber das uns überhaupt nicht interessiert. Ich habe einfach gesagt, wir machen so eine Seite, weil es genug Seiten gibt, die alles toll finden und alles positiv besprechen, um dem Verlag Unannehmlichkeiten zu ersparen.

Unser Grundgedanke war, dass wir das alles eiskalt ansprechen, direkt drauf gehen und in die Kerbe rein hauen, wo es weh tut. Ich habe einmal pro Woche ein Hörspiel verrissen, immer montags mit dem „Wahnsinn der Woche“. Es gibt aber mehr gute als schlechte Produktionen, also war es dann irgendwann soweit, dass ich jeden Tag eine Rezension veröffentlicht habe und später sogar zwei Rezensionen pro Tag.



Welches war das schlechteste Hörspiel, das du je gehört hast?


Eins der ersten Hörspiele, das ich besprochen habe, das hieß „Krieg im All“, war eine schamlose Kopie von Star Wars, der erste Teil wurde nacherzählt in nur 30 Minuten, das war so fürchterlich!


Gibt es die Hörspielhölle noch?


Die Hörspielhölle ruht jetzt schon seit über einem Jahr, ich würde gern wieder mehr dort machen und auch mehr besprechen, aber ich komme leider nicht dazu. Geld verdienen ist wichtiger und mit Rezensionen verdient man leider kein Geld. Mir hat noch niemand angeboten, dass ich für Geld etwas bespreche – natürlich positiv etwas bespreche (lacht)

Das Kritiken schreiben fehlt mir doch, ich bin durchaus immer auf dem Laufenden, was es Neues gibt, welche Produktionen kommen, welche Sprecher im Einsatz sind. Leider fehlt mir die Zeit, hätte der Tag 48 Stunden würde ich sicherlich 24 Stunden produzieren und 24 Stunden hören, besprechen und Kritiken schreiben.


Audionarchie ist ein Name, der im Gedächtnis bleibt. Wie bist Du auf den Namen gekommen?


Es gibt Leute, die sagen, das sei ein blöder Name und Zungenbrecher. Audio ist natürlich selbsterklärend und Anfang und Ende des Wortes Audionarchie ergeben natürlich die Anarchie. Ich würde nicht sagen, dass ich ein absoluter Anarcho bin, aber man kennt mich natürlich schon als kleinen Rebellen der Szene, also habe ich gedacht, dass man das wunderbar kombinieren könnte, wenn ich schon mal einen Namen für mein Label suche. Anarchie und Audio komibiniert – fertig !


Wie reagierst Du selbst auf Kritik an Deinen Hörspielen?


Wenn es konstruktive Kritik ist, reagiere ich auch konstruktiv. Wenn es weniger konstruktiv ist, reagiere ich auch nicht so positiv. Es kam noch nicht vor, dass ich total ausgerastet bin, wenn jemand gesagt hat, das etwas nicht so toll war. Wenn es wirklich konstruktiv ist, kann ich damit schon umgehen. Nur, wenn ich direkt merke, dass jemand nur auf Krawall aus ist, reagiere ich auch dementsprechend und nehme es mir auch absolut nicht zu Herzen bzw. kann damit nichts anfangen und habe mittlerweile auch ein recht dickes Fell entwickelt.


Wie ist Deine Serie MindNapping entstanden?


Ich habe immer gerne Psychothriller als Hörbücher gehört und mir fiel auf, so was gibt es nicht in Hörspielform. Also habe ich mir gedacht, ich muss hingehen und die besten Hörspielscriptautoren finden und die sollen einzeln abgeschlossene Hörspielfolgen schreiben. Einzeln abgeschlossen deshalb, weil Serien mit großem Handlungsbogen einfach nicht mehr laufen, Edgar Allan Poe wurde eingestellt, Gabriel Burns wurde pausiert und ist jetzt wieder da und da gab es noch ein paar Beispiele. Deshalb wollte ich einzeln abgeschlossene Geschichten machen, die zwar zu einer Reihe gehören, so dass es auch den Sammel-Charakter hat. Thriller und Psychothriller sind sowieso unterpräsentiert in der Szene und da war es für mich ganz logisch, dass ich etwas in dieser Richtung machen würde.



Haben die Autoren beim Schreiben freie Hand oder hast Du schon eine Grundidee, die Du vorgibst?


Es gibt schon gewisse Vorgaben, aus Kostengründen sage ich dann, es wäre schön, wenn es bei maximal zehn Charakteren bleiben würde, an dieser Stelle einen schönen Gruß an Raimon Weber, der hält sich nämlich nie dran (lacht), aber ich möchte den Autoren auch keine großen Grenzen stecken, wenn sie machen können, was sie wollen, kommt meistens das Beste dabei heraus. Die Spielzeit sollte ca. eine Stunde betragen, lieber noch 50 Minuten, das war es eigentlich schon an Vorgaben. Der Grundgedanke hinter MindNapping ist auch das Motto, nämlich das Spiel mit den Gedanken. Banal ausgedrückt, hat in den Folgen immer irgendjemand einen an der Klatsche und das ist der psychologische Ansatz dahinter. Bei MindNapping steht zwar Psychothriller-Hörspiel drauf, aber die Betonung liegt eher auf Thriller. Die Autoren bringen die Grundidee der Geschichte ein, ich bekomme dann das fertige Script und muss es absegnen. Es kam auch schon vor, dass ich Exposés abgelehnt habe, weil mir das Thema nicht zugesagt hat oder es mir zu wenig Psycho war.


Gibt es eine Gruppe von Autoren, mit denen Du immer wieder zusammen arbeitest?


Raimon Weber hat bisher drei Folgen geschrieben, Marcus Görner zwei, ansonsten kommen aber auch immer wieder neue Autoren dazu, ich will es so abwechslungsreich wie möglich halten. Obwohl ich immer wieder gern auf Raimon zurückgreife, weil er meiner Meinung nach, die Knallerfolgen geschrieben hat, „Das Geschwür“ ist meiner Meinung nach mit die beste Folge der gesamten Reihe.

Ich will auch versuchen, den Bekanntheitsgrad der Autoren für zukünftige Folgen zu steigern und da habe ich auch schon Kontakt zu sehr vielversprechenden Autoren und Autorinnen geknüpft, ohne Namen verraten zu wollen.


Wie kommt der Kontakt mit den Autoren und Sprechern zustande?

Die goldene Regel für alle Macher ist, geht nicht über die Agenturen, das kostet nur Geld. Natürlich ist es von Vorteil, wenn man die Leute schon vorher kennt und ich kannte die meisten schon vorher, entweder durch den Ohrkanus oder aus Hörspielhölle-Zeiten.

Mittlerweile kenne ich so viele Sprecher und es kommen auch immer neue Kontakte zustande, wenn ich mal Regie führe bei einem Computerspiel, ich trete an Studios heran, bei denen ich produziere und da kommt dann auch oft etwas zustande.


Entscheidest Du allein, mit welchem Sprecher eine Rolle zu besetzen ist oder berätst Du Dich beispielsweise mit dem Autor, wie er sich den Sprecher zur Rolle vorstellt?


Im Endeffekt ist es meine Entscheidung, weil auch ich dafür sorgen muss, dass die Leute ins Studio kommen und bezahlt werden, aber ich nehme so etwas gern mit, wenn Autoren sagen, dass die Rolle ideal wäre für eine ganz bestimmte Stimme. Bei MindNapping 11 zum Beispiel hatte der Autor keine Sprecherwünsche. Ich habe ihm dann die Sprecherliste vorgelegt und er sagte, dass er sich die Stimmen genau so vorgestellt hätte. Vielleicht ist es auch deshalb so, dass MindNapping 11 heute Abend nominiert ist als bestes Hörspiel.


Wie wird die nächste Folge von MindNapping heißen und kannst Du uns schon etwas über die Folge verraten?

Die Folge 14 ist „Blutstern“ von Markus Topf, wird auch wieder einen Crossover-Folge sein. Markus Topf hat einen neue Fall für „Leon Kramer“ geschrieben, den Fabian Harloff in sechs Folgen gesprochen hat. Ich fand es schade, dass diese Serie pausiert wurde. Leon Kramer war immer ganz amüsant, im Prinzip ein deutscher John Sinclair, aber doch irgendwie wieder nicht, weil dann doch nicht alles übersinnlich war. Es passt gut zu MindNapping, weil etwas Übernatürliches im Spiel ist. Es wird eine relativ actionlastige Folge, aber düstere Momente kommen auch nicht zur kurz.


Wie sehen Deine typischen Arbeitstage aus?

Böse Frage – den gibt es nicht! Früher hatte ich oft Nachtschichten, irgendwann habe ich bemerkt, ich esse kaum noch und sitze nur noch am PC, da habe ich meinen Rhythmus umgestellt. Jetzt arbeite ich bis 18 / 19 Uhr, vielleicht ein bisschen länger. Es gibt keine 24-Stunden-Tage mehr, auch wenn man natürlich immer erreichbar ist, aber das sollte sich mittlerweile in Grenzen halten. Einen typischen Tagesablauf gibt es eigentlich auch nicht. Wenn ich ein Hörspiel im Kasten habe und nur noch schneide, mache ich das den ganzen Tag über. Wenn ich im Studio bin, muss ich mich nach den Sprechern richten und da war ich z.B. gestern von 20 bis 0 Uhr im Studio. Es ist kein Job, den man mit festen Arbeitszeiten von 8 bis 16 Uhr macht.



2012 hast Du mit Audionarchie den Preis für das beste Newcomer-Label erhalten, 2013 bist Du in der Kategorie „Bestes Hörspiel Erwachsene“ nominiert. Macht es Dich stolz, dass Deine Arbeit so honoriert wird und wie rechnest Du Dir Deine Chancen aus, den Preis abzuräumen?

Stolz macht mich das auf jeden Fall sehr, vor allem, weil die Konkurrenz im letzten Jahr enorm war. Ich habe mir da überhaupt keine Hoffnungen gemacht, ich habe gedacht, STIL nimmt den Preis ganz locker mit nach Hause. Um so mehr war ich dann überrascht, umso stolzer war ich dann auch, vor allem, wenn man sich überlegt, dass ich aus dem Nichts kam, von 0 auf 100, und mich jetzt versuche zu etablieren und auch das Niveau halten zu können. Da ist die erneute Nominierung heute Abend Bestätigung für die sehr erfolgreichen beiden Jahre.

Tja, die Chancen... Ehrlich gesagt, hat es mich gewundert, dass ich überhaupt nominiert bin, weil die Konkurrenz in diesem Jahr wirklich gigantisch ist. Wenn ich sehe, wer noch mit mir in dieser Kategorie nominiert ist, kann ich es noch nicht so ganz glauben, weil wir da auf der einen Seite Sebastian Fitzeks „Das Kind“ haben und auf der anderen Seite Marco Göllners „Loreley“. Meine Chancen würde ich so bei 0 bis 1 % einschätzen. Ich glaube nicht, dass ich heute Abend gewinnen werden, aber „dabei ist alles“ (lacht).



Es ist nicht leicht, als neues Label auf dem Markt Fuß zu fassen, zur Zeit gibt es viele neue Hörspiele. Wie schwer ist es, sich von kleineren, weniger guten und professionellen Labels abzuheben und kannst Du vom Hörspiele machen leben?

Ich bin natürlich auch nicht mit allen Labels zufrieden, die meinen, auch mitmischen zu müssen. Nicht nur, weil jeder meint, ein Stücken vom Kuchen haben zu wollen. Eigentlich ist das der erste Irrtum, des es da gibt, es gibt kein Stück vom Kuchen, sondern bestenfalls ein paar Krümel. 60% von dieser leckeren Torte machen nun mal die Drei Fragezeichen aus, 20% John Sinclair, ansonsten sollte man sich nicht dem Irrglauben hingeben, dass man sich großartig bereichern kann. Ich komme nicht durch mein eigenes Label über die Runden, ich mache Auftragsarbeiten, hätte ich die nicht, wäre ich schon längst weg vom Fenster, dann wäre MindNapping auch schon eingestellt. Jemandem, der sich damit hauptberuflich etablieren möchte, dem kann ich davon nur abraten. Jetzt sagen natürlich alle, klar möchtest du davon abraten und verhindern, dass kleine Konkurrenzlabels dazu kommen, damit du mehr von dem Kuchen hast, das ist aber Quatsch. Ich denke da auch weiter und sage, macht eure Hausaufgaben, bringt etwas Vernünftiges als euren Erstling auf den Markt. Manche Leute versagen schon beim Erstling und wundern sich dann, dass es nicht bergauf geht. Man hat dieser Branche teilweise nur eine Chance und wenn man die nicht nutzt, ist es vorbei. Es tut auch der Branche nicht gut, wenn immer mehr Müll raus gehauen wird und man muss auch bedenken, dass die Hörer, die in den Laden gehen, ein neues, unbekanntes Hörspiel kaufen und dafür 10 Euro ausgeben und dann entsetzt die Hände über dem Kopf zusammen schlagen und sich fragen, ob das aktuelles Hörspiel ist, nie wieder ein neues Hörspiel kaufen und kein Geld mehr dafür ausgeben. Man tut sich und der Branche keinen Gefallen.


Warum gerade das Genre Psychothriller? Könntest Du Dir vorstellen auch mal etwas anderes, z.B. eine Reihe für Kinder zu machen?

Eigentlich mache ich auch schon hin und wieder etwas anderes. Auftragsarbeiten, für Highscore Music z.B. Captain Future oder Offenbarung 23, wobei das auch schon in die Krimi-, Thriller-, Verschwörungstheorie-Ecke geht. Captain Future ist für die größeren Kinder, das kennt man noch von früher. Wenn man da mit den Größen im Studio ist, wie Helmut Krauss, Wolfgang Völz, Fritz Beckhaus usw. ist man selbst wieder Kind. Man macht die Hörspiele nicht nur für die Kinder, sondern auch die Erwachsenen, die Kinder von früher, von daher kann ich mir gut vorstellen, auch mal etwas für Kinder zu machen. Man sollte sich als Macher nicht einschränken, obwohl es auf dem Kindermarkt z.B. sehr schwer ist, einzusteigen. Es gibt die ganzen etablierten Serien. Aber grundsätzlich bin ich nicht genregebunden und offen für alles.


Wie ist es, wenn man mit Größen wie Helmut Krauss oder Wolfgang Völz im Studio ist und Regie führt? Ist es schwierig, auch diesen Idolen Regieanweisungen zu geben, weil der Respekt einfach zu groß ist?

Ich habe nie Probleme mit irgendjemandem im Studio gehabt, bisher hatte ich da wirklich Glück. Man darf nicht in Ehrfurcht erstarren, es gibt Sprecher, die das merken und dann auch die Zügel in die Hand nehmen und durch den Text rauschen. Dann hat man zwar Aufnahmen, aber ob die dann wirklich gut sind, ist eine andere Frage.

Natürlich bin ich immer aufgeregt, wenn ich mit so einer Größe zusammen arbeite, egal, wer im Studio ist, auch wenn ich schon tausendmal mit ihm zusammen gearbeitet habe. Wenn ich z.B. an Wolfgang Völz denke, hat die Zusammenarbeit sehr viel Spaß gemacht. Nicht nur, weil er Wolfgang Völz ist, sondern auch, weil er am Ende der Aufnahmen zur mir sagte, „ich danke Dir, mein Engelchen“. Da wusste ich zuerst gar nicht, was ich dazu sagen sollte. Ich denke, das war einfach, dass er mir sagen wollte, ich danke dir, dass du so kooperativ warst und mich nicht so gequält hast. Das war der große Wolfgang Völz, da ist einfach Respekt vorhanden, aber man darf nicht mit Angst ins Studio gehen oder sich davon beeinflussen lassen, was man von anderen über die Marotten großer Sprecher hört, davon stimmt meistens die Hälfte sowieso nicht.


Welches war Dein erstes Hörspiel?

Ich glaube, dass es Balduin Pfiff Folge 4 war, Knautschgesicht und Fiedelfranz, die erste Geschichte darauf war das Knallophon. Balduin Pfiff ist super, gesprochen wird es von Ludwig Thiesen. Das liebe ich heute noch.

Ich habe die Kassette damals verkauft, mit 12 waren Hörspiele uncool, viele Kassettenkinder haben so eine obligatorische Pause eingelegt, ich gehörte dummerweise dazu und mit 12 habe ich alles auf dem Trödelmarkt verkauft. Ein paar Jahre später habe ich auf dem gleichen Trödelmarkt, die gleiche Kassette zum gleichen Preis wieder verkauft und habe sie heute noch. Mittlerweile gibt es eine CD-Ausgabe und die höre ich immer noch gern.


Gibt es noch Hörspiele aus Deiner Jugend, die Du immer noch gern hörst?

Alles, was ich früher gehört habe, höre ich heute auch noch gern. Ich habe eine Zeit lang zum Einschlafen Hörspiele gehört, aber mittlerweile brauche ich das nicht mehr (lacht), damals sind die Klassiker im Dauer-Loop gelaufen.


Welches Hörspiel oder Hörbuch hörst Du momentan?

Momentan höre ich gar nichts, ich höre nur meine eigenen Produktionen, weil ich daran arbeite. Im Moment habe ich Captain Future 8 im Ohr, weil ich daran schneide. Danach habe ich MindNapping 14 im Ohr, weil ich daran schneiden werde. Ich glaube, ich werde mir demnächst mal die John Sinclairs anhören, da habe ich noch so viel nachzuholen. Auch Gruselkabinett will ich noch hören, da habe ich noch über zehn Folgen, die ich noch nicht gehört habe.

Hörbücher höre ich auch gern, am liebsten Thriller. Ich höre gern Sebastian Fitzek, von dem ich möchte, dass er auch mal für MindNapping schreibt und Wulf Dorn, Arno Strobel, Petra Hammesfahr und und und


Hast Du einen Lieblingssprecher?

Mein absoluter Lieblingssprecher ist Gottfried Kramer, er hat unter anderem Professor Shy / Java Jim bei den Drei Fragezeichen Folge 2 oder die Stimme von K.I.T.T. gesprochen.



Wo stehen Deine Ohrkanus-Trophäen?

In meinem Regal mit ganzen vielen Hörbüchern, weil da gerade Platz war (lacht).


Gibt es einen Sprecher / Autor, mit dem Du unbedingt mal zusammen arbeiten möchtest?

Autorin Zoe Beck steht bei mir ganz oben auf der Liste, Wulf Dorn, Arno Strobel wäre die, von denen ich gern eine Geschichte hätte. Ich hätte auch gern eine Geschichte von Ivar-Leon Menger, aber leider fehlt ihm momentan die Zeit.

Ansonsten hätte ich gern eine MindNapping-Folge von David Lynch (lacht).

Ein Sprecher, mit dem ich gern mal zusammen arbeiten möchte, wäre u.a. Lutz Riedel, Lutz Mackensy, Franziska Pigulla, David Nathan, Simon Jäger hatte ich noch nicht im Studio, ich weiß gar nicht, was die Leute aufhält! Aber irgendwann kommt bestimmt die richtige Geschichte, so dass ich dann auch diese Sprecher buchen werde.


Gibt es eine Art Hörspiel, die Du nie produzieren würdest?

Es gibt Tabuthemen, die ich nicht anpacken würde, ich mache keine Hörspiele, die sinnlose Gewalt anpreisen, ich würde kein Hörspiel machen, das Kinderschänder in positivem Licht darstellen würde oder sonstige kriminelle Handlungen so darstellt, dass man denkt, hey, das ist cool, das mache ich morgen auch. Kurz, Illegales, das positiv präsentiert wird, würde ich nicht machen. Es gibt relativ wenig, das ich nicht produzieren würde. Es muss ein Sinn dahinter stehen und wenn das nicht gegeben ist, dann mache ich es auch nicht.



Vielen Dank für dieses Gespräch, Patrick, und den kleinen Einblick in die Welt von Audionarchie, den Du uns gewährt hast.

 

 

 

Am für HBJ, Foto Bea May Photography