Hörbuch-Junkies
Hier gibt's was auf die Ohren

Manchmal lüge ich


Von Alice Feeney
Sprecherin Vanida Karun
5 Audio CDs, 415 Min.
erschienen im Argon Verlag
ISBN 978-3839893609

Inhalt
Amber ist 35 und mit Paul verheiratet, als eine Nacht ihr Leben schlagartig verändert. Seitdem liegt sie im Koma. Sie kann sich nicht erinnern, was ihr zugestoßen ist, doch sie nimmt alles um sich herum wahr. In ihrem Körper gefangen, ist sie auf die Gespräche ihrer Besucher angewiesen. Statt Antworten zu finden, stellen sich Amber immer mehr Fragen: Was geschah, nachdem sie ihre Jugendliebe zufällig wiedersah? Hat sie den Autounfall in der Weihnachtsnacht wirklich selbst verursacht? Nichts ist gewiss, nur eines weiß Amber: Die Gefahr ist nicht gebannt, jemand bedroht ihr Leben. Und um sich zu retten, muss sie aus dem Koma erwachen.

Meinung
Amber ist 35 und mit Paul verheiratet, als eine Nacht ihr Leben schlagartig verändert. Seitdem liegt sie im Koma. Sie kann sich nicht erinnern, was ihr zugestoßen ist, doch sie nimmt alles um sich herum wahr. In ihrem Körper gefangen, ist sie auf die Gespräche ihrer Besucher angewiesen. Statt Antworten zu finden, stellen sich Amber immer mehr Fragen: Was geschah, nachdem sie ihre Jugendliebe zufällig wiedersah? Hat sie den Autounfall in der Weihnachtsnacht wirklich selbst verursacht? Nichts ist gewiss, nur eines weiß Amber: Die Gefahr ist nicht gebannt, jemand bedroht ihr Leben. Und um sich zu retten, muss sie aus dem Koma erwachen.

Ein Plot, der es in sich hat! Man liegt im Koma, registriert alles um sich herum, kann sich aber nicht verständlich machen – gruselig! Weil Amber einige Erinnerungen fehlen, bleibt ihr nur die Möglichkeit, die Menschen, die sie besuchen, zu belauschen und aus ihren Gesprächen zusammen zu reimen, was passiert ist. Weil sie immer wieder in die Bewusstlosigkeit abdriftet, weiß sie nicht, wann ihr Gehirn ihr Streiche spielt und was wirklich passiert ist.
Das klingt nach einem spannenden Psychothriller und der ist Autorin Alice Feeney hier wirklich gelungen. Sie bereitet dem Hörer atemlose Spannung, indem sie die Ereignisse nur langsam entrollt und immer wieder mit Wendungen überrascht, die mehr als unvorsehbar war. Der Plot ist sehr spannend und clever gestaltet, die Story absolut durchdacht. Dabei ist das Erzähltempo passgenau und es kommt zu keinen unnötigen Längen. Ihr Erzählstil ist geschickt und sie schildert die Wahrnehmungen, die Amber im Koma erlebt so authentisch, dass sich der Hörer jederzeit in sie hinein veretzen kann und mit ihr fiebert.
Erzählt wird die Geschichte von Amber selbst, die abwechselt zwischen den aktuellen Geschehnissen, den Ereignissen vor ihrem Autounfall und Erinnerungen an ihre Kindheit. So bildet sich nur langsam ein komplettes Bild, das die Stränge verknüpft und den Hörer überrascht.
Bei all der Spannung, der ausgeklügelten Story und den psychologischen Tricks, die die Autorin anwendet, um den Hörer auf die Folter zu spannen, sind leider die Figuren ein wenig auf der Strecke geblieben. Ihnen fehlt es an Vielschichtigkeit, so dass sie überwiegend blass und unsympathisch bleiben. Schade, hätte sie hier ein wenig mehr investiert, wäre „Manchmal lüge ich“ ein 5-Sterne-Kracher geworden.

Gelesen wird das Hörbuch von Vanida Karun, die hier wieder einmal absolut überzeugen kann. Sie sprüht vor Atmosphäre und setzt ihre Stimme gekonnt ein, um glaubwürdige Emotionen zu transportieren. Ihr zuzuhören macht Spaß und sie trägt das spannende Ambiente in jeder Szene schlüssig. Toll gelesen und ein Plus für die Spannung.

Das Cover zeigt Ambers Gesicht mit geschlossenen Augen, das zu verschwimmen scheint. Damit passt es hervorragend zur Geschichte und den unklaren Erinnerungen. Unterdem dem Bild ist in großen Lettern der Titel zu lesen.
Verpackt sind die fünf CDs in einem Jewelcase zum Klappen. Im Inneren finden sich neben den Produktionsdaten auch kurze Informationen zu Autorin und Sprecherin.

Fazit
Spannender Psychothriller mit ausgeklügeltem Plot und vielen Überraschungen. Die tolle Sprecherin heizt die Atmosphäre noch an und beschert großes Hörvergnügen.
Von uns vier von fünf Punkten, den kleinen Punktabzug gibt es für die etwas zu blassen Protagonisten.



AS für HBJ
Quelle Inhalt und Bild www.argon-verlag.de