Hörbuch-Junkies
Hier gibt's was auf die Ohren

Der große Lord

Ein Weihnachtshörspiel


Von Raymond A. Scofield
Sprecher Josef Ostendorf, Louis Friedemann Thiele, Jakob Roden, Thyra Bonnichsen, Ulrike Schwab, Jürgen Sarkiss u.a.
2 Audio CDs, ca. 95 Min.
Erschienen bei Headroom
ISBN 978-3942175944

Inhalt
Die Geschichte geht weiter bewegend und herzerwärmend
»Nehmen Sie mich fest, ich habe Lord Fauntleroy erschossen!« Der sonderbare junge Mann, der an Heiligabend in die Polizeiwache von Erleboro stürmt, hat eine unglaubliche Geschichte zu erzählen. Als Kind war er für kurze Zeit Cedric Fauntleroy, der Erbe des Earl von Dorincourt. Doch dann wurden er und seine geliebte Mutter Opfer einer teuflischen Intrige, die nun, 21 Jahre später, ihrem dramatischen Höhepunkt entgegensteuert...

Die bewegende Reise des kleinen Lord Fauntleroy aus New York endete nicht mit der Weihnachtsfeier auf dem Schloss. Raymond A. Scofield verrät, wie es mit dem liebenswerten Knaben weiterging. Die Fortsetzung des berühmten Romanklassikers »Der kleine Lord«. Eine Weihnachtsgeschichte über Freundschaft, Liebe und Güte. Aufwendige WDR Produktion mit großem Sprecherensemble.

Meinung
Die Geschichte geht weiter bewegend und herzerwärmend
»Nehmen Sie mich fest, ich habe Lord Fauntleroy erschossen!« Der sonderbare junge Mann, der an Heiligabend in die Polizeiwache von Erleboro stürmt, hat eine unglaubliche Geschichte zu erzählen. Als Kind war er für kurze Zeit Cedric Fauntleroy, der Erbe des Earl von Dorincourt. Doch dann wurden er und seine geliebte Mutter Opfer einer teuflischen Intrige, die nun, 21 Jahre später, ihrem dramatischen Höhepunkt entgegensteuert...

Wie immer, wenn ich auf die Fortsetzung eines Klassikers treffe, der nichts aus der Feder des eigentlichen Autoren stammt, bin ich sehr skeptisch, ob die Geschichte an die großen Erwartungen anknüpfen kann.
Wie dann dem Nachwort des Autors zu entnehmen ist, hat er beschlossen, die Geschichte nicht mit dem Weihnachtsfest enden zu lassen, sondern Cedric „hinaus ins feindliche Leben“ zu führen. Dabei habe er über die neuen Abenteuer nicht weinen, sondern ab und zu herzlich lachen wollen.
Nun denn, das hätte ich vielleicht vorher wissen sollen, dann wäre ich wohl zu Beginn weniger irritiert gewesen.
Heiligabend betritt ein gewissen Tom Tipton mit Lama, Pinguin und einer Zirkusgesellschaft das Polizeirevier von Erleboro und behauptet, Lord Fauntleroy erschossen zu haben. Darauf folgt eine Erzählung aus der Ich-Perspektive, die immer wieder von Zwischenfragen des Constablers unterbrochen wird. Ohne nun zu sehr auf die Handlung einzugehen und zu viel zu verraten, folgt eine teils kuriose Geschichte, an die man sich nun erst gewöhnen muss. Beinahe hat es den Eindruck, dass „Der große Lord“ als Persiflage auf den Klassiker gemeint ist, jedoch nicht auf die eigentliche Geschichte, sondern eher auf den Sinn, der dahinter steckt. Wenn sich meine Begeisterung für die Geschichte anfänglich in Grenzen hielt, muss ich zugeben, dass sie im Laufe der Ereignisse immer besser wurde und das lag nicht zuletzt am Lama Felizitas und den kuriosen Ereignissen, in die Tom stolpert.

Die Sprecher können auf ganzer Linie überzeugen und liefern eine dynamische Darbietung ab, die alles bietet, was man von einem guten Hörspiel erwartet.
Das Soundkonzept ist passgenau, die Geräusche effektvoll und auch die musikalische Untermalung passig.

Das Cover zeigt einen Jungen, der einen verschneiten Weg entlang geht. Man sieht ihn nur von hinten, von seiner Kleidung her passt er jedoch zum kleinen Lord, wie man ihn aus dem Film kennt.
Verpackt sind die beiden CDs in einem Digipac aus Pappe, das im Inneren die Cast- und Produktionsdaten enthält.

Fazit
Gut produziertes Hörspiel, das nach einer gewissen Eingewöhnungsphase an die Geschichte bestens unterhält. Sprecher und Soundkulisse sind stimmig, so dass wir vier von fünf Punkten vergeben.



AS für HBJ
Quelle Inhalt und Bild www.headroom.info